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Gemeinsam an unserer “Immunität” arbeiten

Mit „gegen Schädigung o.ä. gefeit sein“ beschreibt der Duden u.a. den Begriff „Immunität“, den Hüther (2019, S. 141) in Bezug auf würdelose Handlungen anderer verwendet. Seine These (ebd.), dass jeder Mensch seine Würde nur selbst verletzen kann, bewegt mich in die­sem Zusammenhang sehr, da wir immer wieder geneigt sind, Aktionen und Reaktionen ande­rer als Angriffe auf unsere Person zu sehen und nicht als Mechanismen der Würdewahrung des Gegenübers in akuten Momenten der Gefährdung. In den allermeisten Fällen geht es bei vermeintlich würdeverletzendem Verhalten nicht darum, andere für das Entstehen einer Si­tuation verantwortlich zu machen oder sie in ihre Schranken zu weisen, sondern die eigenen Grenzen anzuerkennen und so die eigene Würde zu bewahren. Nicht Angst, sondern Leben­digkeit sollen uns begleiten, damit wir uns für die Würde in uns öffnen können. Gestalter zu sein, unsere „Immunität“ gegenseitig zu stärken und unserem Bedürfnis nach Verbundenheit in der Gemeinschaft zu begegnen, sehe ich deshalb als wichtige Zielsetzungen der Würde­gruppe Lörrach. Ich freue mich auf den Weg, den jede/r einzelne und wir alle zusammen ge­hen dürfen.

                                                                                                                                                                        Claudi, 12.09.2023

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